Geld oder Liebe? Escort Lady als Studentinnen-Nebenjob

20. März 2019
Bild zeigt Studentin
Am Tag studieren, abends Nebenjob als Escort ... für manche Studentin eine Option!

Als Escort Studentin lassen sich leicht über 1.000 pro Nacht verdienen ... aber lohnt sich das wirklich?

Studieren ist ein teurer Spaß. Vor allem für all jene Studentinnen und Studenten, die von Zuhause auf keine finanzielle Unterstützung hoffen können. Die Mietpreise in den namhaften Studenten-Citys sind astronomisch, der Lebensunterhalt wir zusehends teurer: Studiengebühren, Lernmaterial, Fahrtspesen ... die Liste der anfallenden Studienkosten ließe sich schier endlos fortsetzen. Ohne Nebenjobs können sich demnach nur die wenigsten Studenten über Wasser halten. Doch gute Studi-Jobs, bei denen die Bezahlung stimmt und sich der Zeitaufwand im machbaren Rahmen hält, sind rar gesät. So verwundert es kaum, dass sich immer mehr junge Frauen ihr Studium als Escort Model, Sugar Babe oder via Paid-Dating finanzieren. Was hinter diesen Nebenjobs steckt, welche seelischen und körperlichen Hürden damit verbunden sind, aber auch welche Vorteile damit einhergehen, sind Thema dieses Artikels.

Ein Stundenlohn von circa 400 Euro ...

... ist ein durchaus überzeugendes Argument, das für einen Nebenjob als Escort spricht. Viele Studentinnen, die sich für diesen Verdienstweg entscheiden, lassen sich meist exklusiv über professionelle Agenturen vermitteln. Somit fallen für die Damen keine direkten Werbekosten an, und sie müssen sich nicht um die erste Kontaktaufnahme mit potenziellen Kunden kümmern. Für diese Vermittlungstätigkeit verlangen die Agenturen dann einen gewissen Prozentsatz des Honorars, was aber bei einer Mindestbuchung von 2 Stunden und bei einem entsprechenden Verdienst von rund 800 Euro durchaus verkraftbar ist. Dazu kommt, dass viele Herren ihren auserwählten Ladies kleine Aufmerksamkeiten zukommen lassen, sie in hochklassige Restaurants ausführen oder sie gar für mehrere Tag als Reisebegleitung buchen. Männer, die sich eine Escort Lady als Abendbegleitung buchen, müssen in der Regel nicht jeden 100 Euro-Schein zweimal umdrehen.

Fakt ist also, dass eine Studentin als Begleitdame sehr viel Geld verdienen kann. Die Autorin Madeleine Holth interviewte für einen Artikel im Onlinemagazin „Vice“ drei Studentinnen, die zu der Zeit ihr Studium als Escort Girls finanzierten. Zwei der Damen sprachen von einem Jahreseinkommen zwischen 33.000 und 46.000 Euro.

Über Sugar Babes & Paid Dating

Ein ganz neuer Nebenjob-Trend bei Studentinnen, der von den Rahmenbedingungen sehr ähnlich ausgerichtet ist, sind sogenannte „Bezahlte Dates“. Auf spezifischen Paid Dating Plattformen können sich Herren vorstellen und die gewünschten Vorstellungen des Dates in ihrem Profil bekannt geben. Dazu gehört auch die Angabe, wieviel Geld ihnen dieses Rendezvous wert ist. Studentinnen, die ebenfalls ein Profil auf der jeweiligen Seite pflegen, können bei Gefallen mit dem Herrn in Kontakt treten. Dieser Austausch – das sogenannte „Chatten“ – muss zum Beispiel mit „Coins“ oder „Credits“ bezahlt werden, die bei den Betreibern der Plattform erworben werden.

Eine weitere Variante sind „Sugar-Daddy-Seiten“. Auch hier lassen sich beide Parteien auf ein bezahltes Verhältnis ein, das aber im Vergleich zum Escortservice eine deutlich fundiertere Struktur hat. Sugar Daddys sind gut betuchte Herren, die sich eine feste Geliebte leisten – ein „Sugar Babe“. Immer mehr Studentinnen füllen diese Rolle quasi nebenberuflich aus. Neben einem festen Monats-Taschengeld sponsort sie ihr Sugar Daddy mit Geschenken, Reisen, Wohnung, etc.

Die Schattenseiten dieser „sinnlichen“ Nebenjobs für Studentinnen ...

... liegen auf der Hand. Die Erotik spielt praktisch immer eine gewichtige Rolle solcher Übereinkünfte. Studentinnen, die sich mit dieser Nebenbeschäftigung das Studium finanzieren, müssen dementsprechend aufgeschlossen sein. Es muss auch ganz klar sein, dass nicht jedes Date angenehm verläuft. Auch hier gibt der Vice-Artikel von Madeleine Holth tiefe Einblicke. So erzählte die 24-jährige Adrianne von ihrem ersten Date, das sie schon nach wenigen Minuten fluchtartig abbrach. Tiffany (25) berichtet recht grafisch von sexuellen Handlungen, die sie „... wahrscheinlich nicht mal mit einem festen Beziehungspartner machen würde.“

Der Nebenjob als Escort Lady, Sugar Babe oder beim Paid Dating kann also durchaus auch seelische Narben hinterlassen. Die Belastung, ein Doppelleben führen zu müssen, ist für viele Studentinnen ebenfalls eine schwere Bürde, die es zu schultern gilt. Schließlich reagiert das soziale Umfeld nur selten positiv auf diese doch sehr besondere Art der Studium-Finanzierung. Noch schwieriger – meist sogar völlig undenkbar – sind normale Beziehungen. Als junge Frau steht man demnach vor der Wahl: Geld oder Liebe. Für Annabelle war zum Zeitpunkt des Vice-Interviews der gehobene Lifestyle wichtiger, als eine feste Beziehung. Letztendlich siegt aber dennoch meist die Liebe, denn wirklich lange gehen nur die wenigsten Studentinnen ihren Nebenjobs als Escort Lady nach.    

Das ist auch interessant
Bild zeigt Paar hat zweite Chance
Du willst noch nicht aufgeben? Dann find...
Bild zeigt Paar mit Rechnungen
Einen Kredit mit dem Partner aufnehmen....
Frau beim Online Dating
Einen ersten Überblick zum Thema Online...
Bild zeigt Paar beim Einzug in erste gemeinsame Wohnung
Ihr steht vor der Entscheidung zur erste...
Durchschnitt: 1 (2 Stimmen)