Die erste gemeinsame Wohnung: Kosten, Checkliste, wertvolle Tipps

30. November 2018
Bild zeigt Paar beim Einzug in erste gemeinsame Wohnung
die erste gemeinsame Wohnung - großer Schritt, der Freude macht

Ihr seid schon länger zusammen und wollt der Beziehung auf die nächste Stufe helfen? Euer Traum ist innige Zweisamkeit in den eigenen vier Wänden? Dann gibt es bestimmt schon Gedanken zur ersten gemeinsamen Wohnung.

Die Entscheidungsphase

Zur gemeinsamen Wohnung hat bestimmt jeder seine ganz eigenen Vorstellungen. Genau das ist meistens der „Knackpunkt“. Denn alle Unterschiede wollen unter einen Hut gebracht werden - und das möglichst ohne Streitereien. Aber was kann man im Vorfeld tun, damit der Einzug harmonisch verläuft? Wir haben im Folgenden ein paar wertvolle Tipps zusammengestellt, die jedes Paar kennen sollte. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr frisch verliebt, verheiratet oder sogar schon eine Familie seid.

Niemand denkt am Anfang einer Beziehung darüber nach, dass der Andere auch Macken hat. Und dass die nicht immer "süß" sind, wollt ihr anfangs sicher auch nicht hören. Damit nicht schon nach kürzester Zeit der Fokus auf die Unzulänglichkeiten des Partners gelenkt wird, lohnt sich eine besonders gute Planung am Anfang. Da zeigt sich auch das erste Mal, wie groß der Zusammenhalt in der Partnerschaft wirklich ist.

Was damit gemeint ist? Lest selbst ...

Was braucht ihr alles für die gemeinsame Wohnung?

Neben vier Wänden und einem Dach über dem Kopf braucht es natürlich noch deutlich mehr, um ein eigenes Zuhause zu schaffen, indem ihr euch wirklich wohl fühlt. Damit sich auch wirklich beide Partner wohl fühlen, solltet ihr im Vorfeld genau überlegen, was ihr unbedingt benötigt, was evtl. schon vorhanden ist und was ihr euch für die Zukunft wünscht. Es lohnt sich, über folgende Punkte zu diskutieren:

  • Wie soll die Wohnung geschnitten sein? Soll sie euch Platz bieten für Nachwuchs, oder ist sie nur als vorübergehende Lösung zu sehen, die ihr bei Kinderwunsch wieder verlasst?
  • Ihr braucht eine Vorstellung davon, wo die Wohnung gelegen sein soll. Meistens ist das ein ganz entscheidender Streitpunkt, der schon so manche Beziehung auf Eis gelegt hat.
  • Wenn ihr nicht auf alten Apfelsinenkisten sitzen wollt, sind Möbel eine ganz praktische Sache. Allerdings bietet auch das großes Streitpotential. Besonders, wenn beide Partner von sich denken, das weltbeste Gespür für Trends und Geschmack mitzubringen. Kompromissbereitschaft ist hierbei das Wichtigste.
  • Jeder, der mit seinem Partner zusammenzieht, braucht Eines ganz dringend: Geduld! Es wird Nichts mehr so sein wie vorher und ihr werdet Seiten an eurem Gegenüber erleben, die ihr euch in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt habt. Aber auch das gehört dazu, wenn man eine gemeinsame Wohnung bezieht.
  • Erstausstattung. Damit sind nicht nur die Möbel gemeint, sondern auch Utensilien für die Küche, das Bad, den Vorratsraum, Bügeleisen etc. Alles, was einen Haushalt komplettiert, ist nötig. Am besten macht ihr euch im Vorfeld einen genauen Plan, was davon noch benötigt wird bzw. aus alten Wohnungen übernommen werden kann.

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Welche Kosten kommen auf euch zu?

Dazu lässt sich natürlich kein pauschaler Betrag nennen, da das natürlich auch mit dem Geschmack des Paares zusammenhängt. Trotzdem lassen sich einige Kosten im Vorfeld weitestgehend planen:

  • Möbelkauf.
  • Renovierung der neuen Wohnung.
  • Erstausstattung (Vorratsraum etc.)
  • Evtl. Kaution (je nach Vermieter unterschiedlich)
  • Evtl. Maklergebühren (falls eine Dritte Partei die Wohnung für euch sucht)
  • Monatliche Miete (Kalt- und Warmmiete)
  • Geld für Nahrungsmittel.
  • Evtl. Parkgebühren, falls keine eigene Garage vorhanden ist.

Gemeinsames Konto für die Wohnung: Ja oder nein?

Das ist eine Frage, die jedes Paar für sich selbst beantworten muss. Bei Geld kann der Spaß aufhören, ist man da unterschiedlicher Meinung oder unterscheidet sich vielleicht sogar maßgeblich im Konsumverhalten. Wer seine finanzielle Selbstständigkeit nicht völlig verlieren möchte, ist vielleicht mit folgender Variante gut beraten: Jeder behält sein eigenes Konto und es gibt ein gemeinsames Konto, auf den monatlich jeweils der Anteil an den Fixkosten eingezahlt wird.

Eine weitere Möglichkeit ist es, diverse Daueraufträge anzulegen, mit denen die monatlichen Fixkosten gezahlt werden können. Wer welchen Teil übernimmt, sollte im Vorfeld besprochen werden.

Es gibt aber auch Paare, die kein großes Startkapital haben und über einen Kredit nachdenken. Für einen solchen Schritt ist Offenheit und Ehrlichkeit sehr wichtig. Nur so ist gewährleistet, dass am Ende der Tage beide Partner die Abtragung leisten.

Checkliste gemeinsame Wohnung

  • Wo soll der gemeinsame Wohnsitz eingerichtet werden? Zentrale Lage zu Familie, Freunden und Arbeitsplatz ist wichtig.
  • Welche Größe soll die Wohnung haben? Evtl. Möglichkeit, ein Kinderzimmer einzurichten?
  • Welche bereits vorhandenen Möbel dürfen mit, was wird aussortiert bzw. neu angeschafft?
  • Wer kann welchen Betrag mit einbringen?
  • Was erwartet man von der gemeinsamen Wohnung? Offene Gespräche führen!
  • Keine überzogenen Erwartungen an den Anderen haben (es zeigt sich ein anderes Bild, wenn man 24 Stunden am Tag zusammen ist).
  • Wie kann man mit den Macken des Anderen umgehen? Evtl. längere Zeit zusammen im Urlaub verbracht als Bewährungsprobe?
  • Sind Haustiere ein Thema und wenn ja - dürfen diese mitgenommen werden in die neue Wohnung?
  • Welche Kündigungsfristen müssen eingehalten werden für die alten Wohnungen? Das kann mitunter sehr viel Geld und noch mehr Ärger ersparen!
  • Zeitnah ummelden (Post etc. )! Der Gesetzgeber lässt zwei Wochen Zeit dafür.
  • Versicherungen (Hausrat) zusammenlegen spart sehr viel Geld.
  • Vorher klären, was vor dem Auszug evtl. ausgebessert werden muss.
  • Möbel und Elektrogeräte überprüfen/ Inventar beider Partner überprüfen und auf Tauglichkeit hin entweder entsorgen oder neu kaufen.
  • Schriftkram (Quittungen, Belege, Garantiebelege etc.) sammeln für evtl. Garantieleistungen oder im Falle einer Trennung, um die Werte gerecht verteilen zu können!
  • Steuern sparen: Ein rein privater Umzug kann nicht von der Steuer abgesetzt werden, dafür aber einer, der mehr Nähe zum Arbeitsplatz schaffen würde. Gespräch mit dem Steuerberater vereinbaren lohnt sich!
  • Wenn bereits Kinder da sind, informieren Sie sich vorher über Einrichtungen wie Schule, Kindergarten etc. Sie sollten leicht erreichbar sein und alles Wichtige bieten.
  • Außerdem lohnt sich ein Blick auf Heizkosten und Stromanbieter. Oft ist ein kurzfristiger Wechsel des Anbieters problemlos möglich und spart viel Geld.
  • Den Arbeitgeber nach Sonderurlaub fragen. Oft gibt es für einen Umzug extra Urlaub, der nicht mit angerechnet wird auf die regulären Tage.
  • Die Räume und alle Möbelstücke genau messen. Was nicht passt, aussortieren oder verkaufen. Dazu bieten sich diverse Portale im Internet an.
  • Wenn ein externes Umzugsunternehmen beauftragt werden soll, lohnt sich ein genauer Preisvergleich.
  • Für Fernseher, Internet, Strom etc. ggf. neue Verträge abschließen. Vor dem Umzug sollte alles Wichtige erledigt sein.
  • Wenn der Umzug in Eigenregie durchgeführt werden soll: Helfer, Transportmittel (Anhänger, großer Lieferwagen etc. )und Kartons besorgen.
  • Alle Dienste anschreiben/ anrufen, bei denen noch was abgelesen bzw. berechnet werden muss für die alte Wohnung (Strom etc.;
  • Nachsendeauftrag bei der Post beauftragen! Das stellt sicher, dass die Post an der richtigen Adresse landet.
  • Kühlschränke/ Gefriertruhen rechtzeitig abtauen und Lebensmittel verbrauchen. So gibt es später keine bösen Überraschungen ...
  • Sachen für den Umzug richtig packen: Wichtige Dokumente, die regelmäßig benötigt werden, separat packen. Es lohnt sich, Kleidungspakete für die ersten Wochen in eine eigene Kiste zu verstauen. So kann man sich für das Auspacken genügend Zeit lassen und hat trotzdem frische Wäsche.
  • Alte Wohnung mindestens besenrein hinterlassen; Übergabe mit dem alten Vermieter durchführen; schriftlich quittieren lassen, dass alle Mängel beseitigt wurden;
  • Evtl. Urlaub nehmen für die gesamte Zeit des Umzugs und darüber hinaus. So kann man sich als Paar leichter zurechtfinden in der neuen Situation.

Und immer daran denken: Für ein glückliches Paar ist in der kleinsten Hütte Platz!

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