Kredit zusammen mit dem Partner aufnehmen? Vor- und Nachteile!

12. November 2018
Bild zeigt Paar mit Rechnungen

Kredite werden heutzutage immer häufiger von mehreren Personen aufgenommen. Im Rahmen einer Partnerschaft ist es möglich, dass zum Beispiel ein Kredit für eine Immobilienfinanzierung zusammen mit dem Partner, bzw. mit der Partnerin aufgenommen wird. Diese Konstellation kann Vorteile, aber auch entscheidende Nachteile haben. Es ist daher ratsam, diese im Vorfeld genau zu durchleuchten. Vorteile ergeben sich meist durch den niedrigeren Zinssatz, der einem Paar angeboten wird, wenn die Bonität entsprechend stimmt.

Wer in einer festen Partnerschaft, oder in einer Ehe lebt, hat bestimmt schon einmal darüber nachgedacht, eine Immobilie zu erwerben. Unabhängig davon, ob ein Haus oder eine Wohnung gekauft werden soll, ist dafür meist eine Finanzierung notwendig. Dabei können Kredite als Einzelperson, oder aber auch im Rahmen einer Partnerschaft aufgenommen werden. Ewa 20% der Kredite werden für die Finanzierung einer Immobilie im Rahmen einer Partnerschaft aufgenommen.

Wer darüber nachdenkt, einen Partnerkredit aufzunehmen, sollte jedoch auch wissen, wie stabil und belastbar die eigene Beziehung bzw. Ehe ist. Der Erwerb einer Immobilie ist meist ein langwieriges Unterfangen, dass nicht selten über mehrere Jahre bis hin zu einigen Jahrzehnten läuft. Daher ist es wichtig, einen Kredit zu zweit nur dann aufzunehmen, wenn die Partnerschaft auch wirklich langfristig geplant ist.

Welche Vorteile bietet der Kredit zu zweit?

Der Kredit zusammen mit dem Partner oder der Partnerin bietet meist den Vorteil, dass bessere Konditionen von Seiten der Bank angeboten werden. Oftmals wird im Internet mit einem Zinsrahmen geworben. Dieser ist z.B. von der Bonität des Kreditnehmers abhängig. Je positiver und besser die Bonität der Kreditnehmer ist, desto niedriger sind die Zinsen, die für den Kredit gezahlt werden müssen. Bedingt dadurch, dass bei zwei Personen, die zusammen einen Kredit aufnehmen, das anzugebende Einkommen deutlich höher ist, als wenn eine Person den Kredit aufnimmt, verbessert sich somit die Bonität. Dies trägt bei einem bonitätsabhängigen Kredit dazu bei, dass der Zinssatz deutlich niedriger ausfällt und der Kredit zu attraktiveren Konditionen abgeschlossen werden kann.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die maximal mögliche Kreditsumme jetzt deutlich höher ist, als wenn der Kredit entsprechend nur von einer Person aufgenommen wird. Die höhere Kreditsumme lässt sich ebenfalls durch das höhere Einkommen der beiden Personen in Summe begründen. Somit besteht die Option, dass deutlich teurere Objekte finanziert werden können, als es bei einem Kredit mit nur einem Einkommen der Fall wäre.

Welche Belastungen kann der Partnerkredit mit sich ziehen?

Der Partnerkredit kann zahlreiche Belastungen und auch Probleme mit sich bringen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es Probleme mit den Zahlungen der Kreditrate gibt, oder wenn z.B. berufliche Änderungen bei einem der Kreditnehmer bevorstehen. Grundsätzlich kann der gemeinsame Kredit auch zu einem Streitpunkt in einer sonst harmonischen Beziehung werden. Es ist wichtig, dass die Beziehung nicht als Dauerthema die Finanzierung hat, sondern normal weitergelebt werden kann und der Kredit jeden Monat problemlos durch die Zahlung der Rate abgetragen werden kann.

Die Beziehung sollte weiter harmonisch gelebt werden und man sollte sich darüber freuen z.B. gemeinsam eine Immobilie anzuschaffen. Kleine Geschenke im Alltag sorgen immer wieder dafür, dass die Beziehung auch gelebt werden kann und beide weiterhin daran Spaß haben.

Sollte es zu ersthaften Konflikten innerhalb der Beziehung kommen und zum Beispiel der Kredit nicht mehr gemeinsam abgetragen werden, ist nach einer friedlichen und kostengünstigen Lösung zu suchen. Auch im Falle einer Scheidung sollte darauf geachtet werden, dass diese fair geregelt wird. In der Praxis kommt es häufig vor, dass Beziehungen scheitern und auch Immobilien abgegeben werden müssen. Oftmals bleibt ein Partner nach einer Scheidung auf den Kosten der Immobilie sitzen, sofern er z.B. in dieser weiterleben möchte. Es ist daher ratsam, sich vorher auch Gedanken darüber machen, wie man mit dem Kredit umgeht, wenn dieser nicht mehr getilgt werden kann und es entsprechende Probleme gibt. Der Weg zum Anwalt ist zwar immer möglich, jedoch ist dieser Weg in der Regel nicht immer der preiswerteste, sondern meist mit Abstand der Weg, der am meisten Geld und leider auch am meisten Nerven kostet, wenn ein Kredit nicht mehr bezahlt werden kann.

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